
Grundlagen
Glücklicherweise
werden immer mehr Slotcars ab Werk mit Licht ausgestattet. Meist wird aber bei
der elektronischen Beschaltung der Leuchtdioden (=LEDs) gespart. Bei analogen
Bahnen wirkt sich das so aus, dass die Lampen je nach Geschwindigkeit
unterschiedlich hell leuchten bzw. bei kurzen Stromunterbrechungen flackern und
bei Stillstand sofort abschalten.
Außerdem
ist die Bahnspannung viel zu hoch für den Anschluss von Leuchtdioden (LEDs).
Die maximale Spannung, die eine LED verträgt, hängt von deren Leuchtfarbe ab.
Weiße
LEDs haben eine Betriebsspannung von 3,4V, rote LEDs hingegen nur 1,8V. Handelsübliche
LEDs verbrauchen ca. 20 mA Strom. Dieser Verbrauchswert ist relativ unabhängig
von der Leuchtkraft, sieht man einmal von Spezialanfertigungen ab. LEDs sind für
die Slotcarbeleuchtung ideal: Sie verbrauchen extrem wenig Energie, d.h. sie
wirken sich nicht auf die Fahrleistungen des Fahrzeugs aus, und sie werden nicht
heiß. LEDs müssen richtig gepolt werden.
Um eine
Dauerbeleuchtung mit möglichst konstanter Helligkeit in einem Slotcar zu
realisieren, muss die Zwischenspeicherung des Stroms für die Augenblicke, in
denen das Fahrzeug ohne Spannung rollt oder steht erfolgen
Aufbau
der Schaltung
Diese
elektronische Schaltung realisiert die Zwischenspeicherung auf eine sehr
einfache und wirkungsvolle Art und Weise.
Zunächst
schützen 2 Dioden (D1, D2) die wertvollen Bauteile vor einer falschen Polung.
Ohne diese Dioden würden Spannungsregler, LEDs und GoldCap sofort zerstört
werden, wenn Plus- und Minuspol vertauscht würden (was bei einem Slotcar sehr
einfach ist).
Dioden
sind Bauteile, die den Strom in nur eine Richtung fließen lässt. Die
Markierung am Gehäuse der Diode zeigt an, in welche Richtung sie den Strom
sperrt.
Der
Spannungsregler 7806 sorgt dafür, dass die variable Eingangsspannung auf
konstante 6V heruntergeregelt wird. Um konstante 6V am Ausgang des
Spannungsreglers zu erhalten, muss die Eingangsspannung mindestens 8V betragen.
Die „Masse“ (GND) des Reglers ist mit dem Minuspol der Schaltung verbunden.
Der Ausgang des Spannungsreglers führt über die Diode D2 zum Pluspol des GoldCap Kondensators. Dieses Bauteil funktioniert ähnlich wie ein Akku. Im
Gegensatz zu einem Akku braucht er jedoch nur wenige Sekunden, um sich
aufzuladen. Achtung: Auch der GoldCap muss richtig gepolt werden. In eines der
beiden Metallfüsschen ist ein Minuszeichen eingraviert. Die Diode D2 zwischen
dem Reglerausgang und und dem Goldcap verhindert, dass sich der Goldcap beim
Bremsen (= Kurzschluss am Motor) entleert. D.h., die Diode muss so eingebaut
werden, dass die Sperrseite (markiert durch einen Streifen) zum GoldCap zeigt.
Hinter dem Goldcap werden dann die weißen und roten LEDs angebracht. Da die 6V
Spannung für LEDs zu hoch ist, werden Widerstände zwischen den Pluspol des
GoldCap und die Pluspole der Dioden geschaltet. Widerstände reduzieren die
Spannung. Die LEDs werden parallel geschaltet, d.h. wir verbinden die beiden
Pluspole (das sind die längeren Drähte) der roten LEDs miteinander und die
beiden kürzeren Anschlussdrähte der roten LEDs, das sind die Minuspole.
Dasselbe gilt für die beiden weißen LEDs. Die Minuspole der roten und der
weißen LEDs werden direkt mit dem Minuspol des GoldCap verbunden (mit der
Masse). Für die roten LEDs, die 1,8V Betriebsspannung benötigen, verwenden wir
einen 560 Ohm Widerstand (R2), der zwischen den Pluspol der beiden LEDs und den
Pluspol des GoldCap geschaltet wird. Für die beiden weissen LEDs verwenden wir
einen 100 Ohm Widerstand (R1).
Bauteile
2 Stück
D1 (Diode)
1N 4001 od. 1N4004
1 Stück
IC1 (Spannungsregler 6V)
LM78L06; 6V; 100mA; Bauform TO92;
1 Stück
R1 (Widerstand vorne)
100 Ohm
1 Stück
R2 (Wiederstand hinten)
560 Ohm
2 Stück
LED1 (Leuchtdioden vorne)
LED 3mm weiß; ca. 10.000mcd; 25°; 3,4V; 20mA;
2 Stück
LED2 (Leuchtdioden hinten)
LED 3mm rot; ca.4.000mcd; 25°; 1,8V; 20mA;
1 Stück
C1 (GoldCap Kondensator)
0,22 F; 5,5 V;
Schaltplan
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